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Gemeinde Rudolfstetten-Friedlisberg

Fernunterricht an der Primarschule Rudolfstetten-Friedlisberg mit Tablets!

Der Gemeinderat hat einem Antrag der Schulpflege/Schulleitung Rudolfstetten-Friedlisberg für die Beschaffung von Tablets für die PrimarschülerInnen zugestimmt. Dafür wird eine dringende Ausgabe im Rahmen eines Investitionsbudgetkredits über CHF 125‘000 freigegeben. Damit kann der „Fernunterricht“, welcher ab 20. April 2020 vollzogen werden soll, optimal gewährleistet werden.

Die örtliche Schule (Kindergarten- und Primarschule) befindet sich in der dritten Woche der Schulschliessung. Die Frühlingsferien starten ab Samstag, 4. April 2020 und es ist davon auszugehen, dass die ausserordentliche Lage noch länger anhalten wird und der Präsenzunterricht an den Schulen nach den Ferien noch nicht wieder aufgenommen werden kann.

Das Departement Bildung, Kultur und Sport des Kantons Aargau (BKS) hat Weisungen erlassen, wie das Unterrichten ab 20. April 2020 in Form von „Fernunterricht“ geregelt wird.

Schulleitung und Schulpflege haben sich in den vergangenen Tagen mit der Umsetzung des Lehrauftrags in dieser Situation intensiv beschäftigt. Der Gemeinderat hat in dieser ausserordentlichen Lage entschieden, dem Antrag für die Beschaffung von 320 Tablets für die Bewältigung der anstehenden Aufgaben zuzustimmen. Jede Schülerin und jeder Schüler der Unter- und Mittelstufe erhält somit ein eigenes, personalisiertes Gerät!

Um den aktuellen technischen Stand in den Haushaltungen der SchülerInnen zu erfassen, wurde vor Wochenfrist eine Umfrage durchgeführt. Diese Umfrage brachte zu Tage, dass ein Fernunterricht in elektronischer Form, wie angedacht und als sinnvoll erachtet, nicht nur erheblicher Ressourcenbindung technischer Art mit sich bringen würde, auch der Aufwand für Support, Betrieb und Anwendung vor Ort (zu Hause und in der Schule) ist nicht zu unterschätzen. Die einheitlichen Geräte und Ausrüstungen werden den Unterricht wesentlich erleichtern. Auch die individuelle Arbeit mit Kindern ist so auf einfache Art und Weise möglich.

Bereits heute sind rund drei Klassensätze „iPads“ an der Schule vorhanden. Diese werden derzeit durch die Lehrkräfte für Sitzungen und Vorbereitung des Fernunterrichts genutzt. Die SchülerInnen nutzen die Geräte seit zwei Jahren und sind deshalb mit der Nutzung  vertraut. Zudem wird mit dem Tool „Teams“ gearbeitet, welches in der Schule bereits vorhanden ist. Für die Kinder werden nach den Frühlingsferien Lernvideos zur Verfügung stehen.

Der Gemeinderat hat sich mit dem Antrag, dem Umfang der Beschaffung und der Handlung in eigener Kompetenz intensiv auseinandergesetzt. Nach Abwägung aller Vor- und Nachteile, Chancen und Risiken kam er zum Schluss, dass diese Beschaffung nun angebracht, richtig und ein mutiger, aber notwendiger Schritt in die Zukunft der Schule sein muss. Die jetzige Situation wird nicht nur die Welt verändern, sie wird auch Spuren auf lokaler Ebene bis hin zum Bildungsbereich hinterlassen. Die Digitalisierung mit all ihren Vor- wohl aber auch Nachteilen zeigt uns den Weg auf.

Selbstverständlich ist diese Beschaffung nicht nur aus kurzfristiger Sichtweise erfolgt. Die Tablets werden nach Beendigung der ausserordentlichen Lage und im Rahmen des künftigen Schulunterrichts (Stichwort Lehrplan 21) weiterhin und dann noch intensiver, als bisher möglich, zur Anwendung und Nutzung kommen.

Die Eltern erhalten in diesen Tagen eine Mitteilung über die Abgabe der Geräte, Anwendung, Verwendung, aber auch betreffend Supportanfragen (Elternbrief). Dieser Brief ist auch auf der Gemeindehomepage abrufbar. Mit der Abgabe wird zwischen der Schule/Gemeinde und den Eltern/Erziehungsberechtigten eine Nutzungsvereinbarung unterzeichnet, da die Geräte im Eigentum der Gemeinde verbleiben werden und für die Dauer der Schulpflicht kostenlos zur Nutzung abgegeben werden.

Der Gemeinderat handelt hier auf Grund §90d des Gemeindegesetzes, worin festgehalten ist, dass eine dringende Ausgabe, für welche kein Budget bzw. kein ausreichender Kredit vorhanden ist und bei welcher kein Aufschub angebracht ist, getätigt werden darf. Die Finanzkommission ist in diesen Entscheidungsprozess miteinbezogen worden. Anlässlich der nächsten Einwohnergemeindeversammlung wird dem Souverän der entsprechende Ausgabenbeschluss zur nachträglichen Genehmigung unterbreitet.

Der Gemeinderat dankt den Verantwortlichen der Schule für die Arbeit, insbesondere die umfangreichen Abklärungen bezüglich optimaler Einsetzbarkeit, Beschaffung in der aktuellen Situation und die Bereitschaft, dieses mutige, aber auch innovative Projekt anzugehen und umzusetzen. Die Eltern/Erziehungsberechtigten werden dazu aufgerufen, ihre Kinder mit den zur Verfügung stehenden technischen Hilfsmitteln wirkungsvoll zu unterstützen.



Datum der Neuigkeit 3. Apr. 2020
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