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Gemeinde Rudolfstetten-Friedlisberg

Budgetkredit 2020 (Investitionsrechnung) über CHF 125‘000 für die Anschaffung von 325 iPads für die Primarschule Rudolfstetten-Friedlisberg; Dank für Spende über CHF 50‘000 an Herrn Guido Brem

Der Gemeinderat muss der kommenden Einwohnergemeindeversammlung den Kreditantrag für die iPad-Beschaffung nachträglich noch zur Beschlussfassung unterbreiten. Dank einer grosszügigen Spende über CHF 50‘000 werden sich die Nettoanschaffungskosten entsprechend auf CHF 75‘000 reduzieren.

Was bewog den Gemeinderat zur Kreditfreigabe?
Ab dem 16. März 2020 wurde, im Rahmen des bundesrätlichen Lockdowns, bis über die Frühlingsferien hinweg der Schulbetrieb eingestellt. Die Schulverantwortlichen, allen voran die Lehrkräfte, standen innert Kürze vor einer Situation, wie man sich diese nicht hätte vorstellen können.

Dank der ausgezeichneten Arbeit unserer Lehrkräfte fand man innert Kürze Wege und Mittel, dass der Schulunterricht zu Hause – unter erschwerten Umständen – bis zu den Frühlingsferien weitergeführt werden konnte. Gleichzeitig machte sich ein Projektteam daran, Ausschau zu halten, wie es mit dem Schulfernunterricht nach den Frühlingsferien weitergehen soll. Man konnte zu diesem Zeitpunkt nicht abschätzen, wie lange der Präsenzunterricht an der Primarschule und im Kindergarten nicht mehr möglich sein wird. Innert vierzehn Tagen wurde durch die Schulpflege/Schulleitung ein Antrag zuhanden des Gemeinderats für die Beschaffung von 325 Tablets (iPads) für die Primarschülerinnen und -schüler unterbreitet. An der Schule waren zwar bereits Informatikmittel in Form von Tablets im Einsatz. Dies jedoch nur im Umfang von drei Klassensätzen. Diese wurden den Lehrkräften zur Vorbereitung des Fernunterrichts abgegeben. Sowohl Lehrkräfte wie auch Schülerinnen und Schüler nutzen diese Geräte bereits seit zwei Jahren und sind bereits damit vertraut. Um den technischen Stand in den Haushaltungen zu erfassen, wurde vorgängig eine Umfrage durchgeführt, welche zeigte, dass ein Fernunterricht in elektronischer Form, wie er angedacht und als sinnvoll erachtet wurde, nur mit erheblicher Ressourcenbildung technischer Art verbunden gewesen wäre. Einheitliche Geräte und Ausrüstungen erleichtern den Unterricht, und auch individuelles Arbeiten mit den Kindern ist mit iPads auf einfache Art und Weise möglich.

Der Gemeinderat hat sich mit dem Antrag zur Beschaffung von iPads und der Handlung in eigener Kompetenz intensiv auseinandergesetzt. Nach Abwägung aller Vor- und Nachteile sowie Chancen und Risiken kam er zum Schluss, dass diese Beschaffung ein mutiger, aber auch richtiger und notwendiger Schritt in die Zukunft der Schule sein muss.

Die Corona-Situation wird nicht nur die Welt verändern, sie wird bis hin zum Bildungsbereich und zur Digitalisierung neue Wege aufzeigen. Mit einem neuen Medienkonzept, welches nach Einführung und Beschaffung von iPads bereits angegangen wurde, soll der Schritt hin zum Lehrplan 21 raschestmöglich vollzogen werden. Dieser geht weiter und über das Konzept hinaus, welches der Schulpflege und dem Gemeinderat vorgelegt wurde.

Kompetenzen Gemeinderat und nachträgliche Bewilligung
Der Gemeinderat war sich bewusst, dass er mit der Bewilligung dieser Ausgabe seine eigentlich zugewiesenen Kompetenzen überschritt. Am 11. Mai 2020 konnte der Präsenzunterricht an den Primarschulen und in den Kindergärten, wenn auch mit einigen Einschränkungen und Auflagen, zum Glück wieder aufgenommen werden. Die Schule machte sich nicht nur daran, das Konzept für den künftigen Schulbetrieb mit digitalen Medien und dem entsprechenden Unterricht dafür bereitzustellen. Es wurde auch eine Auswertung über die Phase des Unterrichts zu Hause angegangen. Die Rückmeldungen waren durchwegs positiv. Die vom Gemeinderat in eigener Kompetenz gutgeheissene Beschaffung muss nun nachträglich der Gemeindeversammlung zur Beschlussfassung unterbreitet werden. Gemäss § 90d des Gemeindegesetzes kann eine dringende Ausgabe, für welche kein Budget bzw. kein ausreichender Kredit vorhanden ist und bei welcher kein Aufschub angebracht ist, getätigt werden. Die Finanzkommission ist in diesen Entscheidungsprozess miteinbezogen worden.

Spende über CHF 50’000 reduziert die Beschaffungskosten: Danke vielmals!
Wenige Tage nach der Publikation des gemeinderätlichen Entscheids teilte Herr Guido Brem dem Gemeinderat mit, dass er dieses Projekt und damit die Beschaffung der iPads gerne finanziell unterstützen würde und insbesondere den heutigen Schülerinnen und Schülern etwas zurückgeben möchte, da er seinerzeit an der Schule Rudolfstetten-Friedlisberg eine gute Ausbildung geniessen durfte. Herr Brem liess der Gemeinde für diese Beschaffung CHF 50’000 als Spende zukommen. Diese Geste ist einmalig und wird sehr geschätzt. Die Gemeinde und die Schule mitsamt den Schülerinnen und Schülern danken Herrn Brem ganz herzlich dafür!

Genauso selten, wie es zu obiger Überraschung kam, möchte der Gemeinderat auch seine Kompetenzen überschreiten und eine solche Beschaffung beschliessen, ohne dass vorgängig die Gemeindeversammlung danach befragt wurde. Es war aber auch so, dass innert kürzester Zeit praktisch keine solchen Tablets mehr auf dem Markt verfügbar waren und falls doch, zu wöchentlich steigenden Preisen.



Datum der Neuigkeit 7. Aug. 2020
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